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Nachdenkliches zur logimat 2014

Lohnt sich das? – Die Messe in Zeiten des Internet


Datum: 04.03.2014

Gut, meine Erkältung während der Messetage in Stuttgart mag den Eindruck etwas getrübt haben. Doch auch jetzt, Tage nach der Rückkehr ins Alltagsgeschäft bleibt ein etwas schaler Nachgeschmack. Das Thema moderne, meist IT-gesteuerte Logistik und eine Messe wie ein mittelalterlicher Marktplatz – passt das noch?

Besucherplus, aber Aussteller-Stagnation

Die logimat hatte in diesem Jahr wieder ein Besucherplus von gut 3.000. Und genau einen Aussteller mehr als im vergangenen Jahr. Das deutet bereits darauf hin, wie die Messewirklichkeit aussieht. Die Besucher wissen schon vorneweg, wer was bietet, haben Termine im Vorfeld vereinbart und nutzen einfach die Gelegenheit, verschiedene Ansprechpartner an einem Ort zu treffen.
Für uns Aussteller ist das längst nicht mehr so attraktiv. So schön es ist, Interessenten mit konkreten Projekten zu treffen, die bereit sind, Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren – eine Messe braucht es dafür nicht. Die Ansprechpartner hatten sich schon längst im Internet informiert und hätten uns ohnehin kontaktiert. Ihre Themen sind durchaus interessant: Automatisierung und Technologie-Einsatz, am besten nachhaltig mit Mehrwegbehältern aus Recycling-Kunststoff.

Macht eine logimat noch Sinn?

Doch Google hat die früher übliche Messe-Neugier aufgefressen. Niemand streift mehr einfach herum und schaut, was der Markt zu bieten hat. Die Flut an Info-Mails und täglichen Newslettern liefert längst mehr Informationen als wir verarbeiten können.
Eine Messepräsenz kostet viel Geld und bindet Personal für eine Woche. Es bleibt nach dieser logimat vor allem eine Frage im Raum: lohnt sich das für uns als Aussteller überhaupt noch?

Ein nachdenklicher Thomas Walther

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