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Wann gibt es im Konsumentengeschäft endlich echte Nachhaltigkeit?

Einwegverpackungen – Die Mär vom Umweltschutz


Datum: 18.06.2014

In diesen Tagen feiert die Wellpappenindustrie eine erneute Umsatzsteigerung, dem Online-Versandhandel sei Dank. Da wird dann gepriesen, wie umweltschonend der Pappmüll doch sei, und auch wie elegant man doch Firmenlogos und Werbebotschaften auf den braunen Pappen anbringen kann. Als Kunststoff-Mann kann ich das natürlich schon aus Prinzip so nicht stehen lassen. Doch steckt hinter meinem Widerspruch weit mehr als Prinzipienreiterei.

Einweg macht Müll, Mehrweg nicht

Als Erstes bleibt festzustellen: alles, was man wegwirft, ist Müll. Das gilt natürlich auch für Einwegverpackungen aus Pappe, und die einschlägigen Müllberge in den Privathaushalten wachsen dank Amazon & Co. Ganz gewaltig. Die Mär vom Recycling ist auch längst entzaubert: aktuelle Studien zeigen, dass die Recyclingquote gerade einmal 27% beträgt. Außerdem stecken in Wellpappe meist zahlreiche nicht recyclingfähige Zusatzstoffe, oft hat die Pappe gerade einmal einen Anteil von 20% Altpapier. Die LKW-Fahrten der leeren Kartons zum Verwerter verbessern die Umweltbilanz auch nicht gerade.

Das Einzige, was im Versandhandel echte Nachhaltigkeit bringen könnte, sind Mehrwegverpackungen. Stabile Behälter aus Kunststoff, die nicht kaputt gehen und darum zahllose Umläufe durchstehen. Behälter, die man nicht wegwirft, verursachen auch keinen Müll. Von den ästhetischen Vorteilen von Kunststoffbehältern ganz zu schweigen: sie können in Unternehmensfarben hergestellt werden und lassen sich mit Logos und Werbebotschaften bedrucken. Kein Wunder, dass die Industrie- und Handelslogistik auf solide Mehrwegpools umsteigt. Das ist nicht zuletzt auch billiger.

Mehrwegsysteme für den Versandhandel – nur ein Traum?

Wenn das alles so klar ist, warum gibt es dann keine Mehrwegsysteme für den Versandhandel, im Konsumentengeschäft? Nun, es gibt noch keine. Es scheinen vor allem zwei Dinge zu fehlen: die Ideen für einen sinnvollen Mehrwegbehälterkreislauf und der politische Wille. Was spräche denn dagegen, dass der Postbote das Amazon-Päckchen als kleine Kunststoff-Faltbox bringt, der Kunde entnimmt seine Waren und der Postbote nimmt die dann flach gefaltete Box wieder mit?

Mehr zum Thema Mehrweg statt Einweg gibt es in unserem White Paper zum Thema.

Ihr Mehrweg-Evangelist Thomas Walther

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