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Das Gebot der Stunde

Die Zukunftsbranche "Intralogistik" verschlankt innerbetriebliche Abläufe, verdankt dem weltweit mit führenden Technologiestandort Deutschland ihr immenses Innovationspotenzial und ist international stärker gefragt denn je. Eine Erfolgsgeschichte.

Für die deutsche Intralogistik-Branche ist der Wettbewerbsdruck im globalen Markt ein wahrer Segen. Denn je forcierter Industrie und Handel innerbetriebliche Material- und Informationsflüsse rationalisieren müssen, desto größer ist das Wachstumspotenzial für Anbieter innovativer Intralogistik-Konzepte. So stieg der Umsatz der Zukunftsbranche hierzulande im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber 2005 um mehr als acht Prozent auf rund 17 Milliarden Euro - und für 2007 rechnen Experten mit mehr als fünf Prozent zusätzlichem Zuwachs. "Eine solche Dynamik hatten wir nicht erwartet", bekannte der Sprecher des VDMA Forum Intralogistik, Christoph Hahn-Woernle, im Februar dieses Jahres auf der Jahresversammlung des Verbands dann auch entsprechend erfreut. Man blicke optimistisch in die Zukunft. Und dazu gibt es allen Grund, hat doch vor allem die internationale Nachfrage nach maßgeschneiderten Hightech-Lösungen aus Deutschland teils exponentiell zugenommen: Förderanlagen, Sortiermaschinen, Lagerhaltungstechnologien, Industrieroboter, Sensorik oder IT-Systeme - die Liste der Exportschlager ist lang. Und sie wird angesichts der gut gefüllten Innovationspipeline des neben den USA und Japan führenden Technologiestandorts künftig wohl noch weitaus umfangreicher werden.

Die CeMAT wird‘s zeigen

Dies deuten die intensivierten Forschungsaktivitäten der in der "Wissenschaftlichen Gesellschaft für Technische Logistik" (WTLG) zusammengeschlossenen Lehrstühle bereits heute an - und sogar ausgewiesene Logistik-Fachleute dürften da ins Schwärmen geraten: virtuelle Kommissionierung, modulare Ladehilfsysteme, Maschinen- Elemente auf Basis neuer Werkstoffe, Integration von Mikrosystemtechnik - und immer wieder autonome, smarte Systeme unter Einsatz der Hochtechnologie Radio Frequency Identification (RFID). Einen ersten Eindruck von einigen dieser Zukunftstrends wird das internationale Fachpublikum vermutlich auf der Intralogistik- Weltleitmesse CeMAT vom 27. bis 31. Mai 2008 in Hannover bekommen. Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten CeMAT vor zwei Jahren mit rund 50.000 Besuchern aus aller Herren Länder wird das erweiterte Angebot die ambitionierte Fachmesse dann wohl endgültig zum globalen "Intralogistik-Magneten" avancieren lassen. Und damit zugleich den Status Deutschlands als Innovationsprimus festigen: Ganz wie bei den intralogistischen Systemlösungen selbst greift in diesem Kombinationsspiel aus Potenzial und Angebot ein Rädchen perfekt ins andere und steigert so die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Alte Zöpfe abschneiden

Es gibt also gute Gründe, auf die Zukunftschancen der Intralogistik zu vertrauen und in sie zu investieren - sowohl auf Entwicklungs- als auch auf Anwendungsseite. Denn um die Wertschöpfungskette nachhaltig zu optimieren, reicht es heute beileibe nicht mehr aus, einseitig auf das zu schauen, was außerhalb des Unternehmens passiert. Vielmehr geht es darum, die gesamte Supply Chain bis hinein in die ureigensten innerbetrieblichen Abläufe auf den neuesten Stand zu bringen, will man zwecks Effizienzsteigerung alle verfügbaren Kosteneinsparungsregister ziehen. Und umso besser, wenn dabei so mancher alte Zopf abgeschnitten werden kann. So ungern man sich zunächst auch davon trennen möchte.
Eine Möglichkeit bietet hier beispielsweise auch die Inhouse-Logistik: das Outsourcing logistischer Kernbereiche an hochspezialisierte, im Unternehmensauftrag innerhalb der gegebenen Strukturen eigenverantwortlich agierende Dienstleister. Hier wie dort ist "loslassen können" für die Entscheider also das Gebot der Stunde. Aber andererseits stand sich gerade die Logistik beim Ausschöpfen neuer Innovationspotenziale eigentlich nie selbst im Wege.
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