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Ein großer Sprung

Die international tätige Vaillant Group hat im Laufe der vergangenen zwei Jahre einen Teil der internen Transportlogistik erfolgreich auf volumenreduzierte Mehrwegbehälter aus Kunststoff umgestellt. Der Systemanbieter und Verpackungsprofi Walther Faltsysteme GmbH aus Kevelaer war hierbei der Partner der Wahl. Eine Fallstudie.

In der rund 130-jährigen Konzerngeschichte der Vaillant GmbH, einem der marktführenden Anbieter moderner Heiz-, Lüftungsund Klimatechniksysteme, haben Innovationen eine lange Tradition - und das fängt schon beim Firmenlogo an. So setzte Firmengründer Johann Vaillant bereits 1899 als einer der ersten deutschen Unternehmer überhaupt auf die durchgängige Verwendung eines markanten Markenzeichens, um den Bekanntheitsgrad des Familienunternehmens zu steigern. Offenbar sehr erfolgreich: Mehr als 70 Prozent aller Deutschen kennen heute die Firma mit dem "Hasen im Ei". Aber Hasen sind nicht nur für die Ostereier-Logistik zuständig, sondern bekommen darüber hinaus selbst die allergrößten Sprünge ganz meisterhaft hin. Dies zeigt die reibungslose Umstellung eines Großteils der internen Zulieferlogistik bei Vaillant von Einweg-Verpackungslösungen auf ein stimmiges und wirtschaftliches Mehrwegsystem: Als im Zuge des rasanten Wachstums insbesondere in den vergangenen zehn Jahren und dem Aufkauf anderer führender Gesellschaften in ganz Europa ein neuer Produktionsstandort in Tren ín/Slowakei aufgebaut und im September 2004 eröffnet wurde, hatte das Konsequenzen für die logistischen Abläufe zwischen den einzelnen Endmontagewerken. Denn in dem neuen Modulwerk werden Einzelkomponenten für Heizanlagen gefertigt und von dort zur Endmontage nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in die Slowakei geliefert. Entsprechend erhöhte sich das Transportaufkommen.

Kunststoff statt Pappe

"Angesichts des größeren Verpackungsbedarfs stellte sich für uns die Frage, wie wir künftig die Kosten in der Logistik-Kette reduzieren können", schildert Matthias Pott, Industrial Project Manager der Vaillant Group. "Wir hatten zunächst mit Einwegverpackungen aus Pappe begonnen, wollten davon aber möglichst schnell weg, da dies eine relativ teure Variante war." Also wurde der europäische Markt unter die Lupe genommen, um bedarfsgerechte Mehrwegkonzepte auf Kunststoffbasis ausfindig zu machen. Die Internetpräsenz der Walther Faltsysteme GmbH www.boxline.de lieferte mit dem Großverpackungssystem "Mega-Pack Hybox" gleich einen viel versprechenden Treffer. Dabei handelt es sich um eine im Spritzgussverfahren hergestellte und leicht zu reinigende Kufenpalette aus Polypropylen inklusive aufgesetztem viereckigem Faltring und Deckel.
"So betrachtet kamen wir also eher zufällig ins Spiel", erinnert sich Thomas Walther, Inhaber und Geschäftsführer des mittelständischen Logistikprofis für faltbare Spezial-Transportbehälter aus dem niederrheinischen Kevelaer. "Andererseits kamen wir mit unserem bereits bewährten System ‘von der Stange‘ als einziger Wettbewerber den Vorstellungen unseres jetzigen Kunden schon sehr nahe. Nicht zuletzt wegen des optimalen Innenvolumens und der jahrelangen Haltbarkeit des Systems." Statt einer aufwändigen und kostspieligen Entwicklungszeit musste so lediglich der Ring - sprich: die Verpackungswand - modifiziert werden, um mit den Palettendimensionen von 1.200 x 1.000 mm die Be- und Entladung der Palettenboxen zu verbessern. Außerdem galt es, die bestmögliche Auslastung mit Modulen unterschiedlicher Abmessungen zu gewährleisten.
Vaillant Group

Die Vaillant Group ist ein international erfolgreicher Konzern im Bereich der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik. Als einer der weltweiten Markt- und Technologieführer bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Produkte, Systeme und Dienstleistungen an. Das Produktportfolio reicht von effizienten Heizgeräten auf Basis fossiler Energieträger bis hin zu Systemlösungen zur Nutzung regenerativer Energien. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte die Vaillant Group, die sich seit ihrer Gründung 1874 in Familienbesitz befindet, mit fast 10.100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. In 14 Produktionsbzw. Forschungsstandorten werden in sechs europäischen Ländern sowie in China Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik-Produkte für den Absatz in Europa und Asien entwickelt und hergestellt.

Sieben Jahre Laufzeit

Gesagt, getan. Das Know-how aus einem ähnlichen Projekt für Automobilzulieferer nutzend, präsentierte Walther Faltsysteme noch im Herbst 2004 ein genau auf das Anforderungsprofil abgepasstes Konzept mit nun zwei u-förmigen Halbringen. "Der abschließende Halbring wird erst eingesetzt, wenn die teils sehr schweren Wärmezellen und Hydraulikmodule für die Vaillant-Heizsysteme in die offene Box gepackt wurden. Das erleichtert das Kommissionieren ungemein", erklärt Walther den besonderen Kniff. Im März 2005 lieferte Walther Faltsysteme dann die ersten 1.500 Einheiten, und in 2006 wurden 2.000 weitere Mega-Packs von Vaillant nachbestellt. "Unsere ersten Erfahrungen zeigen, dass die Haltbarkeit der Verpackung in viel geringerem Ausmaß durch Transportschäden beeinträchtigt wird als gedacht", zeigt sich Pott von der neuen Verpackungslösung begeistert. Bei einer prognostizierten Laufzeit von knapp sieben Jahren amortisiere sich die Investition damit schon binnen ein bis zwei Jahren. Hinzu kommt, dass der Rücktransport der im Leerzustand volumenreduzierten Verpackung teils über den Pendelverkehr zwischen den Werken abgewickelt werden kann.
"Wir sind sehr zufrieden mit diesem Projekt", so Pott weiter. "Denn so sparen wir Kosten, Lagerplatz und Zeit, da sich die Mega-Packs leicht und schnell zusammensetzen lassen und die aufwändige Entsorgung von Pappe entfällt. Außerdem bieten unsere Fertigungslinien nun ein wesentlich saubereres Erscheinungsbild."
Neues Großprojekt geplant

Im September 2005 wurde daraufhin ein Nachfolgeprojekt initiiert, um auch das Verpackungsinnenleben von Pappe auf Kunststoff umzustellen. Dank eines neu entwickelten Gefaches mit innovativer Falttechnik erhielt Walther Faltsysteme hier abermals den Zuschlag. Seither wurden neben 20.000 Stück dieser "Warentrenner" in acht verschiedenen Ausführungen auch dazu passende nestbare, hoch belastbare Werkstückträger, Abstandbolzen für den Etagenaufbau sowie eine Reihe weiterer Spezialanfertigungen für Vaillant gefertigt. Der einzige Wehrmutstropfen dabei sei gewesen, dass interne und externe Faktoren die Gesamtprojektdauer um etwa ein halbes Jahr verlängerten, so Pott. "Heute haben wir aber ein leistungsstarkes Mehrwegsystem mit einer individuellen Innenverpackungslösung im Umlauf, das wir für unterschiedliche Transportanwendungen variieren können", sagt er abschließend. "Da Walther Faltsysteme verschiedene Kunststofftechnologien bündelt und aus einer Hand liefern kann, haben wir uns letztlich für diesen Generalanbieter entschieden. Insgesamt sparen wir damit im Bereich unserer internen Transportlogistik etwas mehr als eine Million Euro jährlich." Netto. Und ein weiteres gemeinsames Großprojekt ist längst in Planung. "Es gibt nur wenig Kunden, die so konsequent und professionell einen neuen Verpackungsweg gehen wie Vaillant", resümiert Walther. "Das kundenseitige Projektmanagement war absolut vorbildlich. Als Lieferant fühlt man sich sehr wohl, wenn eine Kooperation so klar und offen ist wie in diesem Fall."
Das Mega-Pack-System "Hybox"

Das Mega-Pack-System "Hybox" ist eine leistungsstarke Alternative zu schweren Gitterboxen und Palettenkartons. Die mehr als 20 Varianten dieser faltbaren Palettenboxen umfassen alle gängigen Grundmaße sowie verschiedene Trag- und Auflast-Ausführungen. Die Höhenmaße der Mega-Pack-Boxen sind individuell an den Kundenbedarf anpassbar.

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