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Einweg oder Mehrweg?

Zur Person

Dr. Volker Lange ist Ressortleiter "Verpackungs- und Handelslogistik" im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund. Gemeinsam mit seinem Team macht sich der Diplom-Kaufmann und Doktor der Wirtschaftsund Sozialwissenschaften grundlegende Gedanken darüber, wie Transportgüter künftig schneller, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher auf den Weg gebracht werden können - und wie sie dabei verpackt sein sollten. Der Logistik-Experte ist auch als Dozent an der Fachhochschule RheinAhrCampus, Remagen, tätig.
Das ist hier die Frage. Oder genauer: eine der Fragen, die die logscout-Redaktion dem Logistik-Experten Dr. Volker Lange vom Dortmunder Fraunhofer-Institut gestellt hat. Dabei ging es natürlich nicht um Sein oder Nicht-Sein der Transportlogistik als solcher, sondern vielmehr um die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden gegensätzlichen Verpackungssysteme.

Herr Dr. Lange, ärgert es Sie eigentlich, wenn manche Frachtdienstleister immer noch mit eher unvorteilhaften Verpackungslösungen arbeiten?
Das ärgert mich nicht - ein guter Freund hat mir nämlich mal gesagt, dass das hässlich macht. Also wundere ich mich über so was nur. Aber sicherlich werden in der Transportlogistik noch so einige Fehler gemacht. Das Fraunhofer-Institut steigt da dann für gewöhnlich noch mal verstärkt ins Thema ein, um bei Verbesserungen zu helfen.

Worüber haben Sie sich denn zuletzt am meisten gewundert?
Darüber, dass bei Einwegverpackungen im Falle heterogener Sortimente die Ladeeinheiten oft nicht so gebildet werden, wie sie es könnten. Was dann dazu führt, dass die Auslastungsgrade im LKW teilweise erschreckend schlecht sind. Die Folge nicht aufeinander abgestimmter Verpackungslösungen sind dann mehr Transportfahrten, als im Idealfall nötig wären, und das geht dann wegen der Mehrkosten auch zu Lasten des Verbrauchers.

Mehrwegsysteme sind ja im Kommen - welche Trends gibt es da im Augenblick?
Bei Transportbehältern ist es vor allem die Volumenreduzierung im Leerzustand. Hier geht man von starren zu faltbaren Gebinden über - wobei auch deren Volumenauslastung im Vollzustand im Vergleich zu konischen Behältern besser ist. Und eine Lösung, die sich bei Lagerung oder Rücktransport besser komprimieren lässt, ist zwangsläufig auch umweltfreundlicher. Daneben beobachten wir zunehmende Standardisierungsbemühungen: einerseits bei den Verpackungen selbst und andererseits im Gesamtprozess. Denn aus logistischer Sicht optimiert ein erhöhter Grad an Standardisierung nicht nur die Abläufe und Strukturen, sondern senkt auch die Kosten.
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