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Behälterwesen ohne Schwund und Investition

Beim Verkauf-Rückkauf-System ist für die Mehrweglogistik keine Bestandsüberwachung mehr erforderlich. Anschaffung, Lagerung, Reinigung und Bereitstellung der Verpackungsbehälter werden ausgelagert und an Experten übergeben. Der Vorteil für den Unternehmer: weniger Organisation, weniger Kosten.

Verpackungsbehälter - fachsprachlich: Kleinladungsträger (KLT) - sind verwaltungsintensive und teure Komponenten für Materialfluss und Logistik. Zudem führt das Phänomen, dass sie immer wieder auf scheinbar unerklärliche Weise verschwinden, nicht selten zu unerfreulichen Engpässen. Die Norgren GmbH, Hersteller pneumatischer und elektronischer Lösungen für zahlreiche Industrieprodukte, lässt deshalb in ihren Werken Großbettlingen und Fellbach die Mehrwegverpackungen von der Comepack GmbH nach dem Verkauf-Rückkauf-System in einem logistischen Kreislauf mit Einbindung der Zulieferer steuern.

Claus Behnke, Beschaffungsmanager bei Norgren, ist nach dem Outsourcing des Behältermanagements für die Werke Großbettlingen und Fellbach mit den erzielten Ergebnissen zufrieden: "Aufgrund der permanenten Verfügbarkeit der erforderlichen Kleinladungsträger bei unseren Lieferanten ist es uns gelungen, die Prozesse in der Beschaffungslogistik durch die Materialfluss-Sicherung erheblich zu verbessern und gleichzeitig in verschiedenen Bereichen direkte und indirekte Kostenfaktoren zu eliminieren", erläutert er die Vorteile der Verbindung mit dem Behälterspezialisten Comepack.

Norgren zählt zu den weltweit führenden Herstellern im Bereich Pneumatik mit eigenen Vertretungen in 75 Ländern. In den deutschen Produktionsstandorten Alpen, Fellbach, Großbettlingen, Weil der Stadt und Bad Oeynhausen erwirtschafteten die rund 1.500 Mitarbeiter im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von über 330 Millionen Euro.

Die Zulieferanten der Werke Großbettlingen und Fellbach sind verpflichtet, ausschließlich in den von Norgren zur Verfügung gestellten Behältern anzuliefern. Claus Behnke: "Wir wollen saubere Lieferungen und keine Verpackungsvielfalt aus Kartons mit gravierenden Gebrauchsspuren oder andere Behältnisse haben. Außerdem legen wir aus Umweltgesichtspunkten großen Wert auf eine wieder verwendbare Verpackung". Allerdings waren für das Procedere (Behälterbeschaffung, Lagerraum, Behälterreinigung, Transportdisposition zu den Zulieferanten etc.) zunehmende administrative Aufwendungen notwendig, da sich die Behälterzahl fließend durch notwendige Zukäufe auf einen Umlaufbestand von über 35.000 KLTs erhöhte. Trotzdem monierten die Zulieferanten fehlende Behälter, was häufig zu Lieferverzögerungen führte.

Mit dem Verkauf-Rückkauf-System des Logistikdienstleisters für Mehrweg-Ladungsträger, der Comepack GmbH (Hirschberg an der Bergstraße), lösten sich diese Konfliktsituationen von selbst auf. Der gesamte administrative Aufwand, d. h. das früher in eigener Regie betriebene Behältermanagement, entfällt. Norgren muss weder Behälter anschaffen und reinigen, noch Lagerraum dafür ausweisen, nicht mehr dafür sorgen, dass die jeweiligen Zulieferer ausreichend Behälter für pünktliche Lieferungen zur Verfügung haben, und auch nicht den Kostenfaktor der ungeplanten Ausgaben für den Kauf zusätzlicher Behälter berücksichtigen. Kurz: Die Verantwortung und die Steuerung für Behälter zur rechten Zeit am richtigen Ort hat Norgren an Comepack delegiert.

Wie sieht dies in der Praxis aus? Entsprechend einer festgelegten Quote verkauft Comepack die Behälter an die Zulieferer. Diese berechnen bei Lieferung Norgren die gezahlten Behälterkosten 1:1 weiter. Leere Behälter werden gesammelt, auf Paletten zu Gebinden zusammengefasst und von Comepack in eine der eigenen Service-Stationen in Schwarzenbruck bei Nürnberg, Neuwied, Kamen oder Großammensleben bei Magdeburg zurückgeholt. Jeweils eine weitere Station gibt es in Frankreich und Spanien. Alle Stationen sind mit Waschanlagen ausgerüstet, die jeder zurück kommende Behälter durchläuft. Auf die speziellen Reinigungsbelange der Pharmabranche ist die Anlage in Großammensleben ausgerichtet. Nach dem Waschen werden die Behälter in Folie gewickelt, eingelagert und für den nächsten Einsatz parat gehalten.

Der erste Nutzer des Verkauf-Rückkauf-Systems war ein Hotelbetrieb. Inzwischen verzichten zahlreiche Unternehmen, vorwiegend aus der Automobilindustrie, der Pharma- und Kosmetikbranche sowie der Elektrotechnik auf ein eigenes Behältermanagement mit Bestandsüberwachung und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand und lassen ihre Mehrweglogistik von Comepack steuern. "Für unser Verkauf-Rückkauf-System können wir bedarfsgerechte Kreislaufsysteme entsprechend den firmenindividuellen Anforderungen und ohne Berücksichtigung der Unternehmensgröße ausrichten. Wir betreuen alle Größenordnungen, vom mittleren bis zum großen Industriebetrieb mit über drei Millionen Behälterumläufen im Jahr", erläutert Comepack-Projektmanager Ismail Ceylan das Aktivitätenspektrum.
So hat man für geringeres Transportvolumen, beispielsweise bei Lieferungen an Einzelhandelsgeschäfte o. ä., das Back-Box-System entwickelt. Die kleinen Behälter müssen sofort bei der Zustellung entpackt und wieder zurückgegeben werden. Wer aus bestimmten Gründen Wert auf eigene KLTs legt, kann sie dauerhaft oder temporär mieten. Wo zwar ein eigener Behälterpool vorhanden ist, aber keine Reinigungsanlage, können die Kleinladungsträger in einer Service-Station von Comepack gewaschen werden.

Ismail Ceylan schließt aus den Marktanalysen für die Mehrweglogistik auch auf eine zunehmende Bedeutung des Verkauf-Rückkauf-Systems. "Es ist einfach, wirtschaftlich effizient und garantiert jedem Beteiligten, dass der Schwund nicht mehr verlagerbar ist. Dadurch wird eines der Hauptärgernisse im Behälterwesen eliminiert". Auch für Claus Behnke von Norgren war dies ein wesentliches Argument für die Systemnutzung. "Häufige Ergänzungsanschaffungen summieren sich schon beträchtlich." Aber das ist nun für sein Unternehmen kein Thema mehr, obwohl der Umlauf nach der Systemaufschaltung weiterer Zulieferer auf über 85.000 Behälter steigen wird.

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