Trusted Shops Guarantee
Ihre Suchergebnisse werden geladen.

Das 1x1 des Seefrachtverkehrs

Seefracht wird überwiegend für Sendungen mit großem Volumen, großen Mengen, geringeren Werten und bei ausreichender Lieferzeit verwendet.

Ein nicht zu vergessender Kostenfaktor ist die "seefrachtgerechte Verpackung" ebenso wie die relativ langfristige Bereitstellung von Kapital, welches Zinsen verursacht!

Haftung des Carriers:
Hinsichtlich der Haftung des Carriers bei Verlust oder Beschädigung von Sendungen ist auf die Vertragspunkte auf der Rückseite des B/L‘s zu verweisen.

Pauschal gilt etwa, dass der Carrier nach dem Haager Abkommen mit bis zu 80% des Warenwertes bzw. 2 SDR ( Special Drawing Rights) = 1,023 per kg, max. $ 500 (666,67 SDR) pro Packstück, für den reinen Seewegtransport, haftet.

Achtung: 1 TEU ist auch ein Packstück. Nicht alle Länder der Welt sind in dem Haager Abkommen eingeschlossen!

Wir empfehlen also jedem Kunden eine eigene Transportversicherung abzuschließen! Dort wo es von den Versicherungsunternehmen angenommen wird "ALL RISK".

Die Prämien sind je nach Land, speziell für Entwicklungsländer, unterschiedlich da die jeweilige Situation vor Ort entscheidend ist (z.B. Kriegssituation, Unruhen, wirtschaftliche Notstandgebiete, Diebstahlgefahr, schlechte Infrastrukturen etc.)

Berechnung der Seefracht:
Jede Reederei hat ihre eigenen Tarife und somit muss, wenn es sich nicht um lfd. Transporte handelt, für jeden TEU angefragt werden.

Bei LCL Sendungen sucht man sich einen Partner (NVOCC) mit dem diese Sendungen verladen werden können und von dem man auch einen Preis bekommt.

Dieser NVOCC tritt dann der Reederei gegenüber als Shipper auf!

Das Minimum für die zu bezahlende Fracht bei LCL ist immer 1 m3 bzw. 1.000 kg

Die Seefrachttarife gelten grundsätzlich von "Abgangs-Hafen bis Ankunfts-Hafen" und nicht umgekehrt.

Die Tarife sind also richtungsgebunden und deren Höhe unterliegt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Um Schäden während des Transportes, an Ladung oder Schiff, zu vermeiden ist u.a. folgendes zu beachten:

  • das angegebene zulässige Gesamtgewicht des Containers darf nicht überschritten werden
  • die zulässige Punktbelastung des Containerbodens ist zu beachten
  • der Containerboden muss möglichst gleichmäßig belastet werden
  • Zusammenlegungsverbote für gefährliche Güter sind zu beachten
  • zweckmäßige Sicherung der Ladung durch
  • Festzurren der Ladung
  • gleichmäßige Verteilung schwerer Sendungen
  • Separieren trockener von nassen und sauberer von schmutzigen Sendungen
Abfertigungsarten:
LCL/LCL, (Pier-Pier-Verkehr)

Konventioneller Transport zum Containerbeladeort.
Beladung des Containers auf Kosten der Reederei oder Spediteur.
Entladung des Containers durch die Reederei oder Spediteur.
Konventioneller Transport zum Empfangsort.

FCL/FCL, (Haus-Haus-Verkehr)
Beladener Container wird zum Transport übergeben.
Durchgehende Containertransportstrecke vom Versender zum Empfänger.
Beladung beim Absender, Entladung beim Empfänger.

LCL/FCL, (Pier-Haus-Verkehr)
Konventioneller Transport zum Containerbeladeort.
Beladung des Containers durch die Reederei oder Spediteur. Containernachlauf zum Empfänger und Entladung durch Empfänger.

FCL/LCL, (Haus-Pier-Verkehr)
Containerbeladung und Vorlauf bis Ladehafen durch Absender.
Entladung im Empfangsland durch Reederei bzw. Spediteur.
Übernahme als Einzelsendung und konventioneller Transport zum Empfänger.
Bill of Lading:
Das "Bill of Lading" (B/L) ist das Frachtdokument der Seefracht!

  • Negotiable (handelbar) to the order of (einer Firma/Bank) oder nur to order: Besitz geht durch Indossament über!
  • Non-Negotiable/Straight/Consigned to: Besitz geht nicht nur durch Indossament über, sondern es bedarf einer Anweisung der im B/L genannten Firma!
  • Ocean B/L: Wird von der Reederei ausgestellt. Die Reederei bescheinigt die übernahme sowie Verladung der Sendung und verpflichtet sich zur Herausgabe gegen Vorlage des Original B/L.
  • NVOCC B/L: Vertragspartner sind der Frachtführer und der Spediteur als Absender der Sammelladung.
  • FIATA B/L oder z. B. THL Containerline B/L: Dient zur Abwicklung von Sammelladungen (auch bei Einzelsendungen) Vertragspartner ist der ausstellende Spediteur und der Absender. Der ausstellende Spediteur bescheinigt die Übernahme, Verladung und verpflichtet sich zur Herausgabe der Sendung gegen Vorlage des Original B/L.
  • Express-BL (USA/Canada - Europa): Kein Original zur Behebung der Sendung erforderlich - Verfügung reicht!
Begriffe:
TEU: Twenty Foot Equivalent Unit (20‘ Container)
FEU: Forty Foot Equivalent Unit (40‘ Container = 2 TEU)
M/G: Mass/Gewicht
FRT: Fracht Tonne
BAF: Bunker Adjustment Faktor
CAF: Currency Adjustment Faktor
Demurrage: Gebühren, die an die Reedereien zu zahlen sind, wenn Container über die freie Zeit hinaus im Hafen stehen = eine Form von Lagergeld! Achtung: Nicht zu verwechseln mit Lagergeld welches an die Hafenbehörden zu zahlen ist!

Detention: Gebühren, die an die Reedereien zu zahlen sind, wenn Container über die freie Zeit hinaus behalten werden = verspätete Rückgabe!

ETA: Estimated Time of Arrival = ca. Ankunftstag
ETD/ETS: Estimated Time of Departure / Estimated Time of Sailing = ca. Abfahrtstag
F.I.: Free In aus Sicht des Schiffes
F.O.: Free Out kostenmäßig gesehen
NVOCC: Non Vessel Operating/Owning Common Carrier = Reederei ohne Schiffsflotte
LUMPSUM: Pauschalpreis
RO/RO: Roll-On/ Roll-Off = Schiff wird über eine Rampe mit Fahrzeugen auf eigener Achse beladen
FAC: Forwarding Agent‘s Commission = Spediteurkommission
FAK: Freight All Kinds = sämtliche Warenarten
Zahlungs-möglichkeiten: