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Das logscout-Interview

Zur Person

Thomas Wiederer ist bereits seit 1982 im Unternehmen. Als Vertriebsleiter mit Gesamtprokura koordiniert und steuert er den Gesamtvertrieb, betreut Key-Accounts und erschließt neue Geschäftsfelder.

logrent – ein neues Vertriebskonzept der Walther Faltsysteme GmbH

Herr Wiederer, was steckt hinter der neuen Marke logrent?
Hinter der Marke „logrent“ steckt die Idee der Behältervermietung. Viele Unternehmen haben – vor allem aktuell in Zeiten der Wirtschaftskrise – Liquiditätsprobleme. Die Budgets für innovative Verpackungen sind kleiner geworden, während die Kosten für die Beschaffung gleich blieben. So fehlt vielen Unternehmen einfach das Geld, um in neue, alternative Verpackungen zu investieren, obwohl sie gerne umsteigen würden. Hier kommt logrent ins Spiel, da die Mietkosten im Einzelfall deutlich günstiger sein können, als der direkte Kauf einer Verpackung.

Ein Beispiel:
Lebensmittelverpackungshersteller haben Verträge mit den Lebensmittelproduzenten bzw. Abfüllern. Die Verträge werden je nach Laufzeit der zu verpackenden Produkte z. B. über 2–5 Jahre abgeschlossen.

Mit dem Hersteller der Lebensmittelverpackung wird zunächst für die Dauer seines Liefervertrages ein Mietvertrag geschlossen. Verlängert, ergänzt oder reduziert dieser seinen Liefervertrag mit dem Lebensmittelproduzenten/Abfüller ziehen wir mit dem Mietvertrag nach und passen diesen an. So entsteht eine Win- Win-Situation, die es dem Mieter ermöglicht, die anfallenden Mietkosten direkt – ohne Übergang ins Anlagevermögen – dem Produkt als Betriebsausgabe zuzuordnen.



Mit welchen Produkten wollen Sie unter der neuen Marke hauptsächlich arbeiten?
Grundsätzlich sind alle Produkte mietbar, allerdings erwarten wir bei unserem Palettenverpackungs-System MEGA-PACK die größte Nachfrage. Vor allem im Bereich der Hersteller von Lebensmittelverpackungen – siehe obiges Beispiel – erwarten wir zukünftig mehr Bedarf. Mit FOOD-PACK bieten wir für diese Zielgruppe ein maßgeschneidertes System an, welches vor allem im hygienesensiblen Bereich Zuspruch findet.

Ein Stichwort ist hier HACCP für die Verschärfung der Hygiene-Bestimmungen. Neben der Verpackung selbst bieten wir in Kooperation mit Logistik-Dienstleistern auch die komplette Behälter-Bewirtschaftung an. Will der Nutzer also neben der Miete auch Transporte, Rückführung, Reinigung, Wartung etc. auslagern, so stehen Unternehmen bereit, das gesamte Dienstleistungs- Spektrum zu offerieren, welches mit dem Einsatz von Mehrweg-Verpackungen einhergeht.

Wie sieht es mit der Identifizierbarkeit der Behälter bei Eigenregie oder ausgelagerter Bewirtschaftung aus? Sind Transponder oder Chips auf RFID-Basis ein Thema?
Die Kosten für die Technik sinken. Dienstleister müssen natürlich an einer lückenlosen Verfolgbarkeit der Behälter Interesse haben, da sie ja letztlich für die Ihnen überlassenen Güter verantwortlich sind. Zudem ist ‚Tracking & Tracing‘ heute ein Service, den nahezu jeder Kunde erwartet und aufgrund der technischen Möglichkeiten auch erwarten kann. Insoweit versehen die Dienstleister die Behälter mit Barcode- Etiketten, Chips oder Transpondern und stellen im Einzelfall ihren Kunden sogar entsprechende Peripherie-Geräte wie Handscanner zur Verfügung. Die Kosten für Transponder, Chips etc. sinken, aber vor allem die Peripherie-Großgeräte sind sehr teuer und führen daher manchmal zu ‚kleinen‘, halb-manuellen Lösungen.

Der Trend geht bei vielen Verpackungen zur Sonderausführung. Wie wird dieser Trend von Ihnen beurteilt? Nehmen Sie individuelle Verpackungsaufgaben an?
Wir versuchen immer marktnah zu sein. Mit unserer Erfahrung, die wir im Bereich der Mehrweg-Faltboxen sammeln konnten, haben wir vor gut zehn Jahren unser Mega-Pack-System auf der INTERPACK in Düsseldorf erstmalig präsentiert und sofort große Resonanz hervorgerufen. Seitdem ist aus der Idee der faltbaren Palettenboxen für leichte bis mittelschwere Güter ein Geschäftsbereich mit großem Wachstumspotential geworden und umfasst zahlreiche Standardmaße zwischen 800 x 600 mm und 1820 x 1200 mm.

Aus diesem ‚Fundus‘ an Standardgrößen lässt sich nahezu jede gewünschte Sondergröße herstellen, manchmal durch kleine Modifikationen in vorhandenen Werkzeugen, manchmal in dem vorhandene Paletten auf die gewünschte Größezurechtgeschnitten und neu verschweißt werden. Diese Möglichkeiten haben wir inzwischen so verfeinert, dass die Nachfrage nach Sonderlösungen stetig wächst. Hier wird die Miete dann als attraktive Finanzierungsalternative gesehen. Es wird ein Mietvertrag mit Eigentumsübergang vereinbart, ein Mietkauf über die Zeitdauer der Nutzung.

Falls danach keine weitere Verwendungsmöglichkeit besteht, kann über Zweitverwertung, Rückkauf oder Recycling nachgedacht werden.

Welche Erwartungen haben Sie an logrent?
Ich erwarte im Bereich der Behältervermietung stetiges Wachstum und eine uneingeschränkt positive Entwicklung von logrent als Service-Marke der WALTHER Faltsysteme GmbH. Auch mit diesem neuen Geschäftsmodell werden wir der Marktentwicklung wieder einen Schritt voraus sein und uns weiter als kundennahes Unternehmen in einem sehr anspruchsvollen, dynamischen Umfeld profilieren.

Herr Wiederer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führten Bernhard Selders und Ruben van Lück.

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